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Klimaschutzkonzept für kreiseigene Liegenschaften

Das Klimaschutzteilkonzept für die Liegenschaften des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte ist fertig. Es ist das Ergebnis einer intensiven mehrmonatigen Arbeit unter Einbeziehung zahlreicher Mitarbeiter des Landkreises. Das Konzept wurde vom Energieberatungsunternehmen bofest consult GmbH erstellt und am 18. Mai dem Stellvertretenden Landrat Thomas Müller übergeben. Er sagte: „Das ist unser lokaler Beitrag zum Erreichen der nationalen und internationalen Klimaziele.“ Das Konzept dient als langfristig ausgerichtete strategische Entscheidungs- und Planungshilfe. Es enthält konkrete Handlungsempfehlungen zu den kreiseigenen Liegenschaften. „Was wir erreichen wollen ist klar: langfristig den Energieverbrauch senken, Energiekosten sparen, und die Investitionsplanung optimieren“, so der Stellvertretende Landrat.

Das Klimaschutzteilkonzept besteht aus drei Teilen. Für den ersten Teil wurde für 75 Liegenschaften des Landkreises ein Energiemanagement aufgebaut. Hierzu wurden in einer Datenbank energiebezogene Verbräuche und damit einhergehende Kosten für einen Zeitraum von mehreren Jahren zusammengefasst und bereinigt. Es erfolgte eine energetische Einstufung einzelner Liegenschaften in Bezug auf den Handlungsbedarf sowie die rechnerische Ermittlung von Einsparpotenzialen. Und es wurde eine Energie- und Treibhausgasbilanz erstellt.

Im zweiten Teil erfolgte eine umfassende energetische Untersuchung von insgesamt 45 Liegenschaften, deren Auswahl sich auf den Ergebnissen der vorherigen Berechnungen stützte. Bei Begehungen wurde zuerst die jeweilige Bausubstanz und die Energieversorgungssituation aufgenommen sowie eine Fotodokumentation durchgeführt. Anschließend wurden für jedes Gebäude konkrete Sanierungsmaßnahmen berechnet, deren Investitionsbedarf und langfristige Wirtschaftlichkeit ermittelt sowie die Auswirkungen auf den künftigen Energieverbrauch, die damit einhergehenden Kosten und den Treibhausgasausstoß dargestellt. Neben Empfehlungen für investive Maßnahmen wurden aber auch zahlreiche nicht- oder nur geringinvestive Handlungsvorschläge gemacht. Denn bei einer Vielzahl von Objekten sind Einsparungen in relevanten Größenordnungen auch durch einfache Schritte, wie zum Beispiel eine korrigierte und bedarfsgerechte Einstellung der Heizungsanlage oder angepasstes Nutzerverhalten zu erzielen.

Der dritte Teil umfasste eine in einzelnen Bereichen noch tiefer gehende energetische Untersuchung von weiteren zehn Liegenschaften, die mit anspruchsvolleren Berechnungsverfahren und entsprechend detaillierteren Ergebnissen einhergingen. Es wurden auch Möglichkeiten zur Finanzierung und Umsetzung investiver Maßnahmen dargestellt.

Die Kreisverwaltung hatte schon in den zurückliegenden Jahren Maßnahmen ergriffen, um in ihren Liegenschaften den Energieverbrauch und damit auch die CO2-Emissionen zu senken. Nun liegt eine konzeptionelle Betrachtung vor, die die notwendigen Aktivitäten aufeinander abstimmt. Das Konzept bietet einen Leitfaden für die künftige Optimierung der Gebäude.

Die Erarbeitung des Konzeptes wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit über den Projektträger Jülich gefördert.