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28.02.2019

Abschussplanung, Wildnachweisung und Jagdscheinerteilung ab Jagdjahr 2019/2020

Abschussplanung:
Gemäß § 21 Abs. 2 Bundesjagdgesetz (BJagdG) darf Schalenwild (mit Ausnahme von Schwarzwild) sowie Auer-, Birk- und Rackelwild nur auf Grund und im Rahmen eines Abschussplanes erlegt werden, der von der zuständigen Behörde im Einvernehmen mit dem Jagdbeirat (§ 37) zu bestätigen oder festzusetzen ist.

Alle Eigen- und gemeinschaftlichen Jagdbezirke des Landkreises haben für die Wildarten Reh-, Rot- und Damwild Abschusspläne aufzustellen und zur Bestätigung bzw. Festsetzung einzureichen bzw. nach Maßgabe der am Erprobungsverfahren teilnehmenden Hegegemeinschaften anzuzeigen.

Hierzu wird auf das auf der Homepage des Landkreises eingestellte Merkblatt zur Abschussplanung verwiesen. Auf Grundlage § 21 Abs. 1 LJagdG M-V kann die Jagdbehörde den Termin für die Vorlage der Abschusspläne bestimmen.
Um die Abschussplanung zeitnah und effizient bearbeiten zu können, wird hiermit der Termin für die Vorlage der Abschusspläne für das Jagdjahr 2019/2020 bis zum 10.04.2019 festgelegt.
Werden Abschusspläne verspätet eingereicht, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit nach § 41 Abs. 2 Nr. 2 Landesjagdgesetz M-V dar und kann mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

Die Abschussplanformulare hier....  bzw. beim Landesjagdverband M-V erhältlich.

Wildnachweisung:
Unabhängig von der Streckenmeldung gegenüber der Hegegemeinschaft ist gemäß § 21 Abs. 8 Satz 4 LJagdG M-V durch jeden Jagdausübungsberechtigten bis zum 10. April jeden Jahres der Jagdbehörde die Strecke des vorangegangenen Jagdjahres auf einem durch die oberste Jagdbehörde vorgeschriebenen Formblatt anzuzeigen. Verstöße hiergegen können als Ordnungswidrigkeit nach § 41 Abs. 2 Nr. 3 LJagdG M-V geahndet werden.
Das Formular Wildnachweisung ist auf der Homepage des Landesjagdverbandes M-V erhältlich. Es ist zwingend darauf zu achten, dass der Jagdbezirk entsprechend der Bezeichnung im Pachtvertrag und die örtlich zuständige Hegegemeinschaft benannt wird. Die Benennung des Hegeringes ist nicht notwendig! Anderenfalls ist eine Zuordnung der Wildnachweisung nicht möglich. Falls die Meldung gemeinschaftlich für einen Jagdbezirk erfolgt, so ist Name und Anschrift des Sprechers der Pächtergemeinschaft sowie die Namen aller Jagdausübungsberechtigten aufzuführen.

Jagdscheinerteilung:
Das neue Jagdjahr beginnt zum 01. April 2019. Es wird empfohlen, sich rechtzeitig für die Verlängerung bzw. die Neuerteilung eines Jagdscheines an die zuständige Behörde zu wenden.
Bei der Einreichung der Antragsunterlagen per Post sollte eine Bearbeitungszeit von ca. 2 Wochen berücksichtigt werden.

Es ist zu beachten, dass das Bedürfnis für den Besitz von Schusswaffen und Munition nach § § 4 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. § 8 des Waffengesetzes entfällt, wenn der Jagdschein seine Gültigkeit verliert. Ebenso erlischt der Pachtvertrag nach § 11 Abs. 5 Bundesjagdgesetz, wenn der Pächter nicht mehr im Besitz eines gültigen Jagdscheines ist.

Für die Erteilung des Jagdscheines müssen ein ausgefüllter Antrag, das Jagdscheinheft sowie eine gültige Jagdhaftpflichtversicherung für den gesamten Antragszeitraum vorliegen. Sollte der Jagdschein keinen Platz für weitere Eintragung aufweisen, ist zusätzlich ein Passbild einzureichen.
Bei der Ersterteilung eines Jagdscheines sind zusätzlich das Prüfungszeugnis im Original sowie die Bescheinigung als kundige Person vorzulegen.

Die Gebühren für die Jagdscheinerteilung belaufen sich für einen Jagdschein
für 1 Jagdjahr auf 95,50 € (70,00 € Jagdscheingebühr; 25,50 € Jagdabgabe),
für 2 Jagdjahre auf 121,00 € (70,00 € Jagdscheingebühr; 51,00 € Jagdabgabe) und
für 3 Jagdjahr auf 146,50 € (70,00 € Jagdscheingebühr; 76,50 € Jagdabgabe.

Soweit Sie Anspruch auf eine Gebührenermäßigung haben, ist dies formlos im Antrag zu vermerken und durch eine Bestätigung des Dienstherrn nachzuweisen.
Die Vorlage des Dienstausweises allein ist nicht ausreichend.
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Allgemeine Hinweise

Die untere Jagdbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte weist auf diesem Wege noch einmal alle Jagdpächter darauf hin, dass Änderungen in Bezug auf das Pachtverhältnis nach § 11 Abs. 4 LJagdG M-V, selbst Adressänderungen, innerhalb von vier Wochen der Jagdbehörde anzuzeigen sind. Verstöße hiergegen können nach § 41 Abs. 3 Nr. 1 LJagdG M-V als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

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