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03.12.2018

Interessenbekundungsverfahren zur Fortsetzung von Schulsozialarbeit in freier Trägerschaft am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz (Standort Waren) zum 01.01.2019

Das CJD Nord fungierte in den letzten Jahren als Träger der Schulsozialarbeit am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz (Standort Waren). Mit Schreiben vom 16.11.2018 zeigt der Träger an, dass er von der Trägerschaft der Personalstelle ab 01.01.2019 zurücktritt.
Für 2019 hat der Träger fristgerecht zum 01.07.2018 einen Antrag auf Gewährung von Personal- und Sachkostenzuschüssen entsprechend der kreislichen Richtlinie III beim Jugendamt gestellt. Der entsprechende Beschluss zur Förderung von Schulsozialarbeit im Landkreis MSE für das Jahr 2019 wurde in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 22.11.2018 gefasst.

Der neue Träger muss dafür Sorge tragen, dass der/die neu eingestellte Schulsozialarbeiter/-in Fachkraft im Sinne von § 9 Absatz 1 KJFG M-V ist. Die Höhe des Personalkostenzuschusses bemisst sich laut Richtlinie III anhand der zu Grunde gelegten, als förderfähig anerkannten Arbeitgeberbrutto-Gesamtkosten wie folgt: Personalkostenzuschuss aus ESF-Zuwendungen und kreislichen Mitteln wird in Höhe von maximal 60 % gewährt. Die restlichen 40% werden durch den Schulträger getragen (hier Landkreis MSE). Die Personal- und Sachkostenzuschüsse gelten für eine wöchentliche Arbeitszeit von 35 h. Die Vorgaben laut Richtlinie III sind Grundlage für die Bewilligung.

Die Zuwendung ist zweckgebunden für die Durchführung der Schulsozialarbeit mit dem Ziel der Förderung individueller und sozialer Entwicklung von Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen. Die Förderung soll dazu beitragen, soziale Benachteiligungen und individuelle Beeinträchtigungen zu vermeiden und abzubauen, Ausgrenzungen und Risiken des Scheiterns in der Schule entgegenzuwirken, schulisch weniger Erfolgreiche darin zu unterstützen, ihre Stärken zu entfalten, Ressourcen zu erschließen, Lebensperspektiven zu entwickeln. Durch gezielte sozialpädagogische Hilfen soll das Leistungsvermögen derjenigen Schülerinnen und Schüler erhöht werden, deren Schulerfolg durch besondere Probleme gefährdet oder beeinträchtigt ist.

Die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule im Rahmen der Schulsozialarbeit ist bei Leistungsübernahme in einem Kooperationsvertrag, in dem zwischen sozial- und schulpädagogischen Aufgaben unterschieden wird, mit der jeweiligen Schule zu regeln (vgl. „Empfehlungen zur Ausgestaltung der Zusammenarbeit im Bereich der Schulsozialarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule in Mecklenburg-Vorpommern ab 2015“).

Voraussetzungen/Anforderungen an den neuen Träger:

  • anerkannter Träger der Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII
  • mehrjährige Erfahrungen im Leistungsbereich § 13 SGB VIII Schulsozialarbeit
  • aktive Mitwirkung u. a.:
    • in der Regionalen Arbeitsgruppe Jugendförderung RSO MÜR (Träger oder Fachkraft)
    • in Beratungen zum Fachaustausch Schulsozialarbeit im RSO MÜR (Fachkraft)
    • in vorhandenen Netzwerken im Sozialraum (Träger und/oder Fachkraft)
  • aktuelle Vereinbarung gemäß §§ 8a/72a SGB VIII mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und Sicherheit im Umgang mit Kindeswohlgefährdungen sowie Kinderschutzmaßnahmen
  • Einordnung der Schulsozialarbeit in das gesamte Leistungsangebot nach SGB VIII des Trägers
  • Angemessene Beteiligung an den anfallenden Sachkosten für die Schulsozialarbeit gemäß Punkt 5.2.3 der Richtlinie III „Gewährung von Personal- und Sachkostenzuschüssen für Fachkräfte der Schul- und Jugendsozialarbeit im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte“

Den geeigneten freien Trägern der Jugendhilfe wird Gelegenheit gegeben, bis zum 19. Dezember 2018 für diesen Schulstandort ihr Interesse für ein entsprechendes Leistungsangebot zu bekunden. In diesem Falle ist eine qualifizierte Leistungs- und Qualitätsentwicklungsbeschreibung unter Berücksichtigung der sozialräumlichen Bedingungen einzureichen (vgl. „Leitlinien der Jugendförderung im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vom 24. April 2014“ - Punkt 4: Leitfaden „Leistungs- und Qualitätsentwicklungsbeschreibungen für Angebote der Jugendförderung gemäß §§ 11 bis 14 SGB VIII“).

Näheres zum Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz finden Sie hier: https://www.rbb-mueritz.de/

Die Teilnahmeunterlagen sind im verschlossenen Umschlag und darauf aufgebrachten Sichtvermerk: "Teilnahmeunterlagen IBV SSA 2019 - Regionales Berufliches Bildungszentrum Müritz " im Jugendamt einzureichen:

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Regionalstandort Neubrandenburg
Jugendamt
Frau Cornelia Kühl
An der Hochstraße 1
Block E
17036 Neubrandenburg

Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen und entsprechender Empfehlung durch das Fachamt trifft die endgültige Entscheidung dann die Schulkonferenz des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums Müritz.

Fachinhaltliche Fragen zum Thema beantwortet die zuständige Mitarbeiterin Frau Cornelia Kühl: Telefon 0395 57087 5310; cornelia.kuehl@lk-seenplatte.de


gez.
Anja Zörner
Jugendamtsleiterin