Seiteninhalt
22.05.2019

B 96-Talk vor Ort mit dem NDR

Rund 170 Unternehmer, Einwohner und Interessierte kamen am 21. Mai 2019 nach Groß Nemerow, um beim „Talk vor Ort mit dem NDR“ über das Für und Wider zum Ausbau der B 96 zu diskutieren.

Auf der NDR Bühne standen Rede und Antwort: Bundestagsabgeordneter Eckhardt Rehberg vom „Entwicklungsbeirat B 96 Mecklenburgische Seenplatte“, Grünen-Politikerin Jutta Wegner vom Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So nicht!“, Wilfried Stegemann, Bürgermeister Groß Nemerow und Dr. René Firgt, Leiter der Projektgruppe „Großprojekte“ bei der Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern.
Fast zwei Stunden lang wurde nachgefragt, leidenschaftlich debattiert und ein gemeinsamer Konsens gesucht. Unternehmerin Daniela Preuß von Möbel Preuß in Neustrelitz war am Ende jedenfalls zufrieden: „Mir war wichtig, heute hier zu sein, um den neuesten Stand der Planungen zu erfahren. Für unser Möbelhaus ist der Ausbau der B 96 in beide Richtungen enorm wichtig. Unsere Kunden wohnen entlang der Bundesstraße und müssen beliefert werden.“ Zusammen mit Taxiunternehmer Holger Hank aus Neustrelitz hatte sie den Eindruck, dass die NDR-Veranstaltung für viel Aufklärung bei Skeptikern und Kritikern gesorgt hat. „Die Gemüter haben sich im Vergleich zum Beginn der Podiumsdiskussion deutlich beruhigt. Das freut mich!“
Fuhrunternehmer Roland Schmidt, machte anschließend in kleiner Runde nochmals deutlich: „Meine 20 LKW fahren jeden Tag 4000 Kilometer auf der B 96. Wir holen Lebensmittel in die Region, um die Menschen hier zu versorgen. Die A 20 nach Berlin zu nutzen wäre Irrsinn! Überlegen Sie sich mal, was das für einen CO2 Mehrausstoß mit sich bringt“, antwortete er auf solche Vorschläge.
Laut aktuellem Stand soll der Ausbau zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz 100 Millionen Euro kosten. Das Land hat angekündigt, dass die Kommunen und Bürger entlang der B 96 an den Planungen beteiligt werden.                                   PM / IHK