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28.03.2019

Ertüchtigung der Kreisstraße MSE 90 (alt MST 14) zwischen Wokuhl und der Landesgrenze

Förderung mit Mitteln des EFRE

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte beantragte 2017 für die „Ertüchtigung der Kreisstraße MSE 90 (alt MST 14) zwischen Wokuhl und der Landesgrenze“, die Gewährung eines Zuschusses aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ beim Land Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Investitionsvorhaben beinhaltet fünf Bauabschnitte der Kreisstraße MSE 90.

Mit der Gewährung einer Zuwendung des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Förderung des Ausbaus der wirtschaftsnahen Infrastruktur aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Verbindung mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist es möglich, diese Investitionsvorhaben der Kreisstraße MSE 90 zu realisieren.

Die Kreisstraße beginnt in Wokuhl und verläuft über Dabelow bis an die Kreis- und Landes-grenze Brandenburg. Sie erschließt in dieser strukturschwachen Region neben anliegenden Wohnsiedlungen, touristische Erholungsziele, Gewerbebetriebe, Einzelunternehmen sowie land- und forstwirtschaftliche Flächen. Mit dem Ausbau dieser Maßnahme in 5 Bauabschnitten wird auch die Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz realisiert. In dieser vielgestaltigen Seen- und Waldlandschaft am südöstlichen Rand des Müritz-Nationalparks besitzt die Kreisstraße MSE 90 eine wesentliche Bedeutung für den Tourismus in dieser Region.

Der 1. Bauabschnitt vom Ortsausgang Dabelow bis zum Abzweig Brückentinsee sowie die Ortslage Comthurey als 2. Bauabschnitt dieser Investitionsmaßnahme wurden 2019 grundhaft und verkehrsgerecht ausgebaut. Beide Verkehrsanlagen wurden am 18.06.2019 für den öffentlichen Verkehr freigegeben.

Der 3. Bauabschnitt umfasst den verkehrsgerechten Ausbau vom Anschluss an den 1. BA am Abzweig zum Inselhotel Brückentinsee bis zur Landesgrenze Brandenburgs. Die Ausbaulänge des 3. BA beträgt ca. 1.620 m. Die Trassierung orientiert sich am Bestand.

Der derzeitige Zustand der vorhandenen Kreisstraße entspricht nicht den verkehrstech-nischen Anforderungen für uneingeschränkten Verkehr. Dieser Abschnitt besteht gegenwärtig aus einem Weg, der mit einem tragschichtähnlichen Mineralgemisch befestigt ist. Der bauliche Zustand ist sehr schlecht, so dass bei schlechter Witterung die Kreisstraße kaum befahrbar ist. Die Unebenheiten in Quer- und Längsrichtung, Spurrinnen sowie Verwerfungen werden ständig mit hohem Unterhaltungsaufwand vom Landkreis wieder hergerichtet.

Der Ausbaubereich liegt im Abschnitt 40 der Kreisstraße. Die Fahrbahn wird unter Nutzung des vorhandenen Aufbaus 4,80 m breit mit Asphalt befestigt. In den Kurven werden Verbreiterungen zwischen 0,70 m und 2,00 m angelegt. Die neue Straßenbefestigung erhält beidseitig ein 1,00 m breites Bankett. Dieses wird mit 20 cm Schotterrasen hergestellt, damit ein Befahren im Begegnungsfall ermöglicht wird. Die Entwässerung erfolgt über einseitig anzulegende Versickerungs- und Verdunstungsmulden. Die Waldzufahrten werden ebenfalls erneuert.

Die auf ein Minimum optimierten Eingriffe in Natur und Landschaft werden durch die Pflanzung von Feldhecken, den Erwerb von Waldpunkten aus dem Waldkompensationspool „12b Sternberg“ der Landesforst M-V (Neuaufforstung für die Umwandlung von Waldfläche an anderer Stelle) und den Erwerb von Kompensationsflächenäquivalenten (Ökopunkten) aus dem Ökokonto „Hintere Schwanten“ für einen dauerhaften flächigen Nutzungsverzicht in einem geschützten Biotop (Poolmaßnahme der Landesforst) ausgeglichen.

Die Verkehrsanlagen erhalten eine richtliniengerechte Ausstattung mit Leitpfosten sowie Fahrbahnmarkierungen und verkehrsregelnder Beschilderung. Mit dem dringend notwendigen Ausbau der Kreisstraße soll neben der Verbesserung des Fahrkomforts auch die Verkehrssicherheit erhöht werden. Das ist insbesondere auch deshalb notwendig, da die Straße zunehmend vom nicht motorisierten Verkehr genutzt wird.
Als Bauzeitraum ist der 01. Februar 2020 bis 31. Mai 2020 vorgesehen. Die Baukosten einschließlich landschaftspflegerischer Maßnahmen sowie den Baunebenkosten betragen ca. 750.000 Euro.