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12.02.2020

Zum neuen Jagdjahr 2020/21

Die untere Jagdbehörde teilt mit: zur Abschussplanung, Wildnachweisung und Jagdscheinerteilung

Abschussplanung:
Gemäß § 21 Abs. 2 Bundesjagdgesetz (BJagdG) darf Schalenwild (mit Ausnahme von Schwarzwild) sowie Auer-, Birk- und Rackelwild nur auf Grund und im Rahmen eines Abschussplanes erlegt werden, der von der zuständigen Behörde im Einvernehmen mit dem Jagdbeirat (§ 37) zu bestätigen oder festzusetzen ist.

Alle Eigen- und gemeinschaftlichen Jagdbezirke des Landkreises, welche nicht am Erprobungsverfahren der Drei-Jahresabschussplanung teilnehmen, haben für die Wildarten Reh-, Rot- und Damwild Abschusspläne aufzustellen und zur Bestätigung bzw. Festsetzung (2-fach) einzureichen.

Auf Grundlage des § 21 Abs. 1 LJagdG M-V kann die Jagdbehörde den Termin für die Vorlage der Abschusspläne bestimmen.
Um die Abschussplanung zeitnah und effizient bearbeiten zu können, wird hiermit der Termin für die Vorlage der Abschusspläne für das Jagdjahr 2020/ 2021 bis zum 10.04.2020 festgelegt.
Werden Abschusspläne verspätet eingereicht, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit nach § 41 Abs. 2 Nr. 2 LJagdG M-V dar und kann mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Die Abschussplanformulare sind auf der Homepage des Landesjagdverbandes M-V erhältlich.


Wildnachweisung:
Gemäß § 21 Abs. 8, Satz 4 LJagdG M-V ist durch jeden Jagdausübungsberechtigten bis zum 10. April eines jeden Jahres der Jagdbehörde die Strecke des vorangegangenen Jagdjahres auf einem durch die oberste Jagdbehörde vorgeschriebenen Formblatt anzuzeigen. Hiervon unberührt ist eine Streckenmeldung an die zuständige Hegegemeinschaft. Verstöße gegen die Pflicht zur Abgabe einer Wildnachweisung können als Ordnungswidrigkeit nach § 41 Abs. 2 Nr. 3 LJagdG M-V geahndet werden.
Das Formular Wildnachweisung ist im Internet u.a. auf der Homepage des Landesjagdverbandes M-V erhältlich. Es ist zwingend darauf zu achten, dass der Jagdbezirk entsprechend der Bezeichnung im Pachtvertrag und die örtlich zuständige Hegegemeinschaft benannt werden. Die Benennung des Hegeringes ist nicht notwendig! Anderenfalls ist eine Zuordnung der Wildnachweisung nicht möglich. Falls die Meldung für eine Pächtergemeinschaft erfolgt, so sind Name und Anschrift des Sprechers sowie die Namen aller Jagdausübungsberechtigten aufzuführen.
Es ist darauf zu achten, dass die Vor- und Rückseite der Wildnachweisung vollständig ausgefüllt werden, auch wenn kein Abschuss der dort aufgeführten Wildarten erfolgt ist. Die Wildnachweisung ist vom Verpächter zu unterzeichnen.


Jagdscheinerteilung:
Das neue Jagdjahr beginnt am 1. April 2020.
Nach Maßgabe der für die Jagdscheinerteilung notwendigen Bearbeitungszeit ist der Antrag auf Jagdscheinerteilung mit dem hierfür notwendigen Zeitvorlauf zu beantragen.
Wird ein Antrag auf Jagdscheinerteilung per Post eingereicht, ist eine Bearbeitungszeit von ca. 2 Wochen einzuplanen. Es ist möglich, dass in Ausnahmefällen das persönliche Erscheinen für die Jagdscheinerteilung notwendig ist.

Es ist zu beachten, dass das Bedürfnis für den Besitz von Schusswaffen und Munition nach § § 4 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. § 8 des Waffengesetzes entfällt, wenn der Jagdschein seine Gültigkeit verliert. Ebenso erlischt der Pachtvertrag nach § 11 Abs. 5 Bundesjagdgesetz, wenn der Pächter nicht mehr im Besitz eines gültigen Jagdscheines ist.

Für die Erteilung des Jagdscheines muss ein ausgefüllter Antrag (siehe Internetseite des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte), das Jagdscheinheft sowie eine gültige Jagdhaftpflichtversicherung für den gesamten Antragszeitraum vorliegen. Sollte der Jagdschein keinen Platz für weitere Eintragung aufweisen, ist zusätzlich ein Passbild mit einzureichen.
Bei der Ersterteilung eines Jagdscheines sind zusätzlich das Prüfungszeugnis im Original sowie die Bescheinigung als kundige Person vorzulegen.

Die Gebühren für die Jagdscheinerteilung belaufen sich für einen Jagdschein
für 1 Jagdjahr auf 95,50 € (70,00 € Jagdscheingebühr; 25,50 € Jagdabgabe),
für 2 Jagdjahre auf 121,00 € (70,00 € Jagdscheingebühr; 51,00 € Jagdabgabe) und
für 3 Jagdjahre auf 146,50 € (70,00 € Jagdscheingebühr; 76,50 € Jagdabgabe.

Soweit Sie Anspruch auf eine Gebührenermäßigung haben, ist dies formlos im Antrag zu vermerken und durch eine Bestätigung des Dienstherrn nachzuweisen. Die Vorlage des Dienstausweises allein ist nicht ausreichend.

Allgemeine Hinweise

Die untere Jagdbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte weist noch einmal alle Jagdpächter darauf hin, dass Änderungen in Bezug auf das Pachtverhältnis nach § 11 Abs. 4 LJagdG M-V, selbst Adressänderungen, innerhalb von vier Wochen der Jagdbehörde anzuzeigen sind. Verstöße hiergegen können nach § 41 Abs. 3 Nr. 1 LJagdG M-V als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.