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Die umfassende Sanierung des Standortes des Gymnasiums Carolinum in der Elisabethstraße ist abgeschlossen. Am Donnerstag, den 17. September, wurde das Gebäude feierlich von Landrat Thomas Müller an Schulleiter Henry Tesch übergeben. Herzstück der Baumaßnahme war der Ausbau des bisher ungenutzten und stark baufälligen Dachgeschosses mit der Schaffung von drei zusätzlichen Unterrichtsräumen.
Landrat Thomas Müller (3.v.r.), Amtsleiter für Zentrale Dienste/Schulverwaltung Dirk Rautmann (4.v.r.) und der Schulleiter des Carolinums Henry Tesch (4.v.l.) bei der Übergabe des sanierten Gebäudes.
Landrat Müller bedankte sich nicht nur bei den ausführenden Baufirmen, sondern auch bei den Schülerinnen und Schülern für das Verständnis während der Baumaßnahmen: „Ein Gebäude während der Benutzung zu sanieren, ist natürlich immer eine Herausforderung. Aber dieser Tag macht deutlich, dass wir als Schulträger weiterhin in unsere Schulen investieren werden. In diesem Bereich machen wir keine Abstriche.“ Schulleiter Henry Tesch zeigte sich „überwältigt“ vom Ergebnis und verwies auf die Geschichte des Gebäudes, das 1920 als Hochbaufachschule errichtet und zeitweise als Sitz der SED-Kreisleitung Neustrelitz genutzt wurde. Seit 2015 mietete der Landkreis es als Schulgebäude an, doch erst der Kauf im Jahr 2023 machte die so dringend benötigten Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen, die im August 2024 begannen, möglich.
In den drei neuen, hellen Räumen im Dachgeschoss soll künftig der Kunstunterricht der Oberstufe stattfinden.
Neben dem Ausbau und der statischen Ertüchtigung des Dachgeschosses wurde auch die Dacheindeckung erneuert und eine PV-Anlage installiert. Ebenfalls wurden die Flucht- und Rettungswege saniert, inklusive der Errichtung eines zweiten Rettungsweges über einen Fluchttreppenturm auf der Hofseite. Auch die Elektroinstallationen und WCs im gesamten Gebäude wurden komplett erneuert sowie in Teilbereichen Tischler-, Metallbau-, Trockenbau-, Maler- und Fußbodenlegearbeiten durchgeführt, fast ausschließlich von Handwerksbetrieben aus dem Landkreis. Entstanden sind so helle und moderne Räume, die den Ansprüchen an einen zeitgemäßen Unterricht Rechnung tragen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro, wobei über den M-V-Schutzfonds Fördermittel des Landes in Höhe von 649.700 Euro eingeworben werden konnten.
Ein Blick in die Vergangenheit: Der nun zum Dachgeschoss ausgebaute Spitzboden war schadstoffbelastet und durch jahrzehntelangen Marderbefall stark sanierungsbedürftig.
Quelle Bild 1 und 2: LK MSE
Quelle Bild 3 und 4: Drews Peters Freie Architekten